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Vitus Albertin

 

Vitus Albertin

Vitus Albertin ist 1954 in Zürich geboren und besuchte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Seine Bilder malt er vorwiegend
mit Acryl auf Baumwolle, resp. auf Leinwand.

 

Vitus Albertin 02

 

Die Stimmung fühlen

Es gibt den Punkt, wo Erlebnisse sich in Erinnerung, Erfahrung und
Gefühl aufspalten. Jedermann kennt ihn und dennoch ist er nicht greifbar. Erst hinterher, aus der Betrachtung merkt man, dass man einen solchen überschritten hat.
Am auffälligsten dann, wenn uns ein vertrauter Geruch in die Nase kommt und man sich augenblicklich – beispielsweise – an kindliche Geborgenheit erinnert fühlt. Konkrete Erlebnisse dazu könnte man aber kaum benennen. Der Schauer eines solchen Momentes fühlt sich an, als ob sich eine weiche Decke über einen ausbreitet, eine Decke, die aus verschwommenen Erinnerung gewoben ist, dem Gemüt schmeichelt und sich doch dem Zugriffe der Sinne entzieht.
Aber nicht nur Gerüche, auch Kombinationen von Licht, Farben, Formen und Wetter, Klängen, Stimmen und Worten können vergleichbare Stimmungen wecken.

 

Vitus Albertin 02

 

Provozieren

Die Aufgabe der Kunst ist es, solche Momente zu provozieren, sie
eben „künst“-lich zu erzeugen. So verstandene Kunst setzt also die
aktive Mitwirkung des Betrachters voraus, denn letztlich vollzieht sich
der beschriebene Effekt, Eindrücke zu Emotionen umzuformen, im Akt
der Rezeption; der Betrachter wird ebenfalls zum Künstler.

 

Sich wieder finden

Das ist nun durchaus theoretisch und tönt danach, als liesse sich alles vorhersehbar erklären. Letzteres trifft natürlich nicht zu, sonst wäre es buchstäblich keine Kunst mehr. Damit das Kunstwerk gelingt, muss der
Künstler schon den richtigen Ton treffen, er muss dem Betrachter förmlich in die Seele malen.
Vitus Albertin gelingt dies mit seiner ganz persönlichen Technik.
Er vermag auf der Leinwand Stimmungen zu erzeugen, in denen man
sich als Betrachter wiederfindet und sich spiegeln kann. Manchem sind Vitus Albertins Bilder eine Art Übersetzungshilfe für die eigenen Erfahrungen.
Der Betrachter liest sich in den Bildern selbst, sie entfachen intime
innere Monologe und stacheln die Phantasie an, damit man sich zu den eigenen Erfahrungen immer neue Geschichten ausdenkt. Vitus Albertin sorgt mit seiner Kunst für besagten Schauer, den einen überkommt,
wenn man sich vom diffusen Wesen der eigenen Erfahrungen betasten lässt.

 

Text: Dominik Hug

 

 

 

 

 

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